Eigen-Verantwortung

 

Lernen bedeutet am Goethe-Gymnasium nicht allein die Vermehrung von Wissen und Kompetenzen, sondern vor allen Dingen auch das Erlernen von sog. social skills wie Teamfähigkeit, Engagement, Empathie, Verantwortung, Kritikfähigkeit usw.

Diese für das weitere Leben unverzichtbaren Fähigkeiten wollen wir am Goethe-Gymnasium zusätzlich dadurch stärken, dass wir sowohl in der Unterrichtsorganisation wie auch mittels weiterer Angebote die Eigen-Verantwortung der SchülerInnen fördern. Im einzelnen gibt es dazu folgende Bausteine:

Unterrichtliche Organisation

  • Studienzeit
    In der 5. und 6. Klasse erhalten die SchülerInnen pro Tag eine Stunde Studienzeit, in der sie bei Anwesenheit der Fach- oder Klassenlehrkraft ein Arbeitspensum im Sinne der Wochenplanarbeit erledigen müssen. Wann sie dabei welche Fachaufgaben erledigen, ist ihnen überlassen.
  • Selbstlernzentrum Bibilothek
    Seit vielen Jahren haben wir bereits ein Selbstlernzentrum, das jetzt durch das Bibliotheksprojekt und die dauerhaft anwesende Bibliothekarin eine nochmalige Bedeutungssteigerung erfahren hat. Eine gut sortierte Bibliothek, ausleihbare MacBooks in zwei Räumen bieten insbesondere in Freistunden der Oberstufe, in der Mittagspause oder auch nach der Schule die Möglichkeit zum eigenständigen Arbeiten.

Verantwortungsübernahme

Im Rahmen des Wahlkursprogramms gibt es mehrere Möglichkeiten des Engagements, das auf die Wahlauflagen angerechnet wird:

  • Supportgruppe Medien (Die SchülerInnen unterstützen den New-Media-Assistenten bei Wartung und Software-Updates bei unseren mittlerweile 184 Rechnern).
  • Supportgruppe Technik (Die SchülerInnen kümmern sich mit der zuständigen Lehrkraft um die gesamten Bühnetechnik und fahren bei Veranstaltungen die Bühnentechnik).
  • Supportgruppe Lernmittel (Die SchülerInnen unterstützen die zuständige Lehrkraft bei Inventarisierung und Ausleihe von Unterrichtsmaterial und bieten selbständig Öffnungszeiten an).
  • Aktive Pause (Die SchülerInnen verwalten und geben in den Pausen das Spielmaterial zur aktiven Betätigung auf dem Schulhof aus).
  • Gruppe Schulsanitäter (SchülerInnen werden einjährig als Sanitätshelfer ausgebildet und unterstützen die Schule bei Festen und Veranstaltungen).

Im Rahmen des Lernfeldes Pädagogik sowie des Profils Sport und Pädagogik:

  • Schüleraufsichten in der Sporthalle oder auf dem Sportplatz: Diese werden von SchülerInnen eigenständig geöffnet, beaufsichtigt und abgeschlossen. Der Zugang ist nur bei deren Anwesenheit erlaubt. Lehrkräfte übernehmen die Einweisung, die Dienstpläne und deren Überwachung.
  • Unterrichtshilfen in der Grundschule: OberstufenschülerInnen mit dem Fach Pädagogik haben die Möglichkeit, als Unterrichtshilfen in der benachbarten Grundschule in Zusammenarbeit mit den dortigen Fachlehrkräften unterstützend tätig zu sein. Die SchülerInnen werden im Rahmen ihres Pädagogikkurses gecoacht und supervidiert.
  • Förderunterricht durch OberstufenschülerInnen: SchülerInnen mit dem Fach Pädagogik haben die Möglichkeit, Förderunterricht in Kleinstgruppen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch unter der fachlichen Einweisung der jeweiligen Fachlehrkräfte zu geben. Die SchülerInnen werden im Rahmen ihres Pädagogikkurses gecoacht und supervidiert.

Die Tätigkeiten der letzten drei Spiegelstriche werden in der Regel bezahlt.

Noch weitergehender ist für einzelne SchülerInnen die Verantwortungsübernahme, wenn sie als reguläre Unterrichts- oder Kurshelfer eingesetzt werden. Hierzu ist z.B. im Sport das Vorhandensein einer entsprechenden Trainerlizenz Voraussetzung. Gegenwärtig gibt es solche Unterrichtshilfen

  • im Zirkusprojekt
  • beim Kletterunterricht
  • beim Instrumentalunterricht
  • bei der Chor- oder Orchesterarbeit.

Vielfach arbeiten solche SchülerInnen auch nach ihrem Abitur in diesen Projekten als StudentInnen weiter.