Nov 272017
 

Freitag, 24. November 2017: Um Punkt 18 Uhr wurde der Startschuss gegeben zur Langen Nacht der Mathematik. Schulleiter Frank Scherler begrüßte 73 Schüler und Schülerinnen, einige mathebegeisterte Eltern sowie neun Mathelehrer und –lehrerinnen, die sich gemeinsam die Nacht mit Rechnen und Knobeln um die Ohren schlugen.

Unsere Schule nahm in diesem Jahr zum sechsten Mal in Folge an dem bundesweiten Mathematikwettbewerb teil, bei dem von Jahrgang 5 bis hin zur Oberstufe teilweise sehr komplexe Aufgaben bearbeitet und die Lösungen im Internet eingegeben werden müssen, um in die nächste Runde zu gelangen. Dabei rauchte nicht nur vielen Schülern das Gehirn; auch die Lehrer hatten teilweise lange zu knobeln an Aufgaben, bei denen man zum Beispiel sehr umfassende (und teilweise sogar dreidimensionale) Sudokus lösen musste. So dachten Fünft- und Sechstklässler darüber nach, um wie viele Meter sich in Ägypten ein Pyramidenstein bewegt, der auf Baumstämmen mit dem Umfang 1,5 m gerollt wird, die sich je zweimal um sich selbst drehen. Siebt- und Achtklässler dagegen brüteten über der Frage, wie viele Drei- und Vierecke sich in einem Dreieck befinden, bei dem zwei Seiten geviertelt und alle Zwischenpunkte mit den gegenüberliegenden Dreiecksseiten verbunden werden.1

Der erste sehr laute Jubel ertönte bereits kurz nach 21 Uhr: Die jüngsten Mathematiker – die Fünft- und Sechstklässler – hatten alle zehn Aufgaben der ersten Runde richtig gelöst und wurden zur zweiten Runde zugelassen. Noch vor Mitternacht hatte ihr aus 19 Schülern bestehendes Team auch die nächsten zehn Aufgaben gelöst. Zum ersten Mal seit das Goethe-Gymnasium an diesem Wettbewerb teilnimmt, schafften es alle Gruppen vor 8 Uhr morgens in Runde 3. Und nicht nur das: Die Jahrgänge 9 und 10 sowie die 17 Oberstufenschüler erhielten in diesem Jahr sogar einen offiziellen Rang in der Endauswertung der 298 teilnehmenden Schulen. Noch vor den meisten anderen Hamburger Gymnasien standen am Ende der Mathenacht die Neunt- und Zehntklässler auf Rang 49, die Schüler der Sekundarstufe 2 sogar auf Rang 27.

„Es ist ein bisschen verrückt und unvernünftig“, merkte Frank Scherler an, der selbst zwar kein Mathelehrer ist, es sich aber nicht nehmen ließ, zu Beginn der Mathenacht auch mitzuknobeln. Er war begeistert von der Motivation der vielen Schüler und Schülerinnen und ihrer Mathelehrer, die teilweise kein Auge zumachten in dieser Nacht. Dafür konnten sie am folgenden Wochenende etwas Schlaf nachholen und träumten vermutlich nicht nur von Matheaufgaben, sondern auch von dem sehr üppigen Buffet, das die Eltern organisiert hatten, um alle großen und kleinen Mathe-Fans zu stärken.