Mittelstufe

 

Mittelstufenschüler bei der BerufsorientierungIn der Mittelstufe (Kl. 7-10)  wird für die Schülerinnen und Schüler die Unterrichtsmenge zum einen ausgeweitet, zum anderen zunehmend stärker nach Wahl- und Wahlpflichtangeboten bereichert und differenziert. Seit dem Schuljahr 2010/11 wird das Modell der doppelten Klassenlehrerschaft auch im Jahrgang 7 umgesetzt, zudem wird auch hier versucht, die Zahl der Fachlehrkräfte gering zu halten, auch damit die gebildeten Jahrgangsteams effizient arbeiten können. In allen Jahrgängen der Mittelstufe treffen sich die Klassenlehrkräfte einmal in der Woche zur Koordination der Arbeit in Jahrgangteamsitzungen.

In der gesamten Mittelstufe werden wie in allen Gymnasien in HH mindestens 34 Wochenstunden Fachunterricht gegeben, in der Stundentafel am  Goethe-Gymnasium  als gebundener Ganztagsschule umfasst der zu belegende Zeitumfang insgesamt 37 Std. Studienzeit: Konzentriertes ArbeitenDiese Zahl erreichen die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9, in dem sie  zwei zusätzliche von den Fachlehrkräften durchgeführte Förderstunden pro Woche erhalten. Dieses kann entweder vertiefender Förderunterricht in den Kernfächern und Spanisch oder Französisch sein oder durch die Teilnahme an sog. Expertenkursen (gegenwärtig 16 Kurse) für die Begabteren abgedeckt werden. Dieser gesamte Förderkursblock liegt gegenwärtig am Dienstag in den ersten beiden Stunden.

In der 10. Klasse haben wir zur besseren Vorbereitung auf die Anforderungen der  Oberstufe die Grundstunden in Mathematik und Deutsch um jeweils eine Stunde erhöht.

Um die Gesamtverpflichtung von 37 Stunden zu erreichen, müssen alle SchülerInnen der Mittelstufe dann noch eine Stunde aus dem Wahlkursprogramm wählen. Dieser Wahlbereich umfasst gegenwärtig 28 Kurse, die nicht benotet werden. Zusätzlich ist in diesem Zeitrahmen ein speziell auf leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler abgestimmtes Förderprogramm in den Nicht-Kernfächern eingebaut. Dieser eigentlich 1stündige Wahlkursblock ist zur besseren Effizienz zu einem Doppelstundenblock zusammengefasst und läuft nur in der ‚Dunklen Jahreszeit‘ von Mitte Oktober bis Mitte April – in den warmen Monaten haben die SchülerInnen dann frei.

Zum Wahlprogramm gehört auch die mögliche Anrechnung von eigenverantwortlichen Bereichen wie Bühnentechniksupport oder Schulsanitätsdienst. Hier können Schülerinnen und Schüler in der 9. Kl. mit der Ausbildung als Konfliktmanager/in beginnen und sich so im ‚Lernfeld Pädagogik’ erproben.

Im Wahlpflichtbereich wählen die Schülerinnen und Schülern aus Unterrichtsfächern, die benotet werden: Ab Klasse 9 zwischen Kunst oder Musik und in Kl. 7 sowie ab Kl. 9 auch zwischen Religion oder Philosophie. Ab Kl. 8 besteht bereits die Wahlmöglichkeit zwischen einer dritten Fremdsprache, Informatik oder Theater. In der 10. Kl. wird dieses Wahlangebot noch um ein naturwissenschaftliches Praktikum oder das Fach Pädagogik ergänzt. Wenn die SchülerInnen eine dritte Fremdsprache belegt haben, erhöht sich damit der Unterrichtsanteil um eine Stunde und der Wahlbereich vermindert sich entsprechend, so dass auch hier der Gesamtumfang von 37 Stunden gleich bleibt.

Ein weiterer Unterrichtsschwerpunkt ab Klassenstufe 8 ist das naturwissenschaftliche Experimentieren. Alle Schülerinnen und Schüler experimentieren zwei Stunden in der Woche in den Fächern Physik oder Chemie eigenständig mit modernsten Schülerarbeitsmaterialien. Um diesen praxisorientierten Unterricht effektiv zu gestalten, wird die Klasse geteilt, so dass überschaubare Kleingruppen entstehen, in denen die Schülerinnen und Schüler individuell betreut werden können und alle 14 Tage dann alternierend die experiementelle Doppelstunde Physik oder Chemie in der Halbgruppe haben. Eine Unterrichtsstunde pro Woche findet darüber hinaus pro Fach im ganzen Klassenverband statt. Dieses erfolgreiche Modell  haben wir ab 2010/11 auch auf die 9. Klassen ausgedehnt.

Wichtig ist uns am Goethe-Gymnasium, dass jede Schülerin und jeder Schüler, wenn sie oder er eines Tages diese Schule verlässt, mindestens zwei moderne Fremdsprachen gelernt hat: Englisch von Anfang an und Französisch oder Spanisch ab Klasse 6 als zweite Fremdsprache. Auch das Wahlpflichtangebot einer dritten modernen Fremdsprache ab Klasse 8 dient dem Ziel, die SchülerInnen fit zu machen für das vereinte Europa bzw. für die Erfordernisse einer immer stärker zusammenwachsenden, globalisierten Welt. Dennoch wird auch ab Klasse 8 Latein angeboten, um den Erwerb des Latinums sicherzustellen, das für einige Studienfächer an der Universität nach wie vor vorausgesetzt wird. Das Sprachangebot wird abgerundet durch weitere sprachliche Wahlkurse, im Moment sind dies Chinesisch, Russisch und Dari/Farsi.

Neu aufgenommen werden in Klasse 8 die Fächer Chemie und PGW (Politik, Gesellschaft, Wirtschaft), letzteres erstreckt sich bis zum Ende der Mittelstufe. Auch in PGW spielt der Praxisbezug eine große Rolle: Die 8. Klassen gründen jeweils im Rahmen des PGW-Unterrichts eine Schülerfirma, um möglichst realistische Erfahrungen über die Wirtschaftsabläufe eines Unternehmens zu gewinnen.

In der Mitte der 9. Klasse wird als ein Baustein der Berufsorientierung ein dreiwöchiges Betriebspraktikum durchgeführt, das von den Klassen- und PGW-LehrerInnen betreut wird.

Am Ende des 10. Schuljahres erwerben die Schülerinnen und Schüler in allen Hamburger Schulen durch zentrale Prüfungsarbeiten und mündliche Prüfungen in den Fächern Deutsch, Mathematik und einer Fremdsprache den mittleren Bildungsabschluss („Realschulabschluss“).