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Klassenreise 2003 6b

Samstag, 23. August: »Ich glaub, ich vermiss‘ die jetzt schon!«

Die letzte Nacht liegt hinter uns. Am Abend zuvor haben wir gefeiert, zusammen draußen gesessen, Würtschen gegrillt und Maiskolben und gespielt und geredet. Zum letzten Mal auf dieser Klassenreise haben viele Mädchen und Jungs in den Zimmern gesessen und geredet, wieder bis spät in die Nacht. Da war es für viele schon ganz schön schwer, heute Morgen um 7.00 Uhr am Frühstückstisch zu sitzen. Aber Frühstück gibt es eben nur, wenn alle da sind, unabhängig davon, wie lang es am Abend zuvor war.
So früh haben wir heute begonnen, weil einiges auf dem Programm stand. „Putzparty“ nennt sich das auf dem Programmplan, aber natürlich ist es ganz viel „Putz“ und ganz wenig „Party“. Trotzdem haben alle klasse mitgeholfen: Ganz harte Jungs haben im Bad die Klos geschrubbt und den Boden gewischt. Zuhaus macht das Mama. Eine sehr fleißige Crew hat die Küche wieder auf Vordermann gebracht: Den Herd geschrubbt, das Geschirr gespült, Flächen gewienert, Müll entsorgt. Zuhaus macht das auch Mama.
Und da die Mülltrennung bei den Erlebnistagen vorgeschrieben ist, hatte auch die Müll-Crew einiges zu tun. Absoluter Höhepunkt war das Auseinandersortieren von Tetra-Packs, Bonbontüten und Essensresten von Hand, die alle in einer Mülltüte gelandet waren. Nötig war das, weil einige Kinder die Mülltrennung wohl nicht so wichtig genommen haben. Dankeschön Burak und Jarid, die diesen Job für die ganze Klasse übernommen haben. Zuhause machen das die Leute von der Stadtreinigung.
Um 11 Uhr saßen wir dann alle wie geplant abfahrbereit im Bus. Wir drinnen, die Teamer draußen. Nach einer Woche voller Abenteuer und Herausforderungen, die alle gemeinsam bewältigt haben. Nach einer Woche voller Spaß, an der Seilbahn, oben auf dem Kletterturm, unter der Erde im Stollen. Ein bisschen traurig ist so ein Abschied schon. Da wurde es ein bisschen still im Bus.
Und still blieb es auch die ganze Rückfahrt über. Zeitweise schliefen fast alle Kinder, nur die Mädchen-Truppe hinter mir war gut gelaunt fit. Lag vielleicht an der Unmenge Fruchtgummis, die eingenommen wurden.
Besonders still wurde es allerdings noch einmal für kurze Zeit, als wir in die Langbargheide einbogen. BP-Tankstelle, die vertrauten Häuser, da vorne müssen sie doch stehen. „Da! Guck mal, dein Bruder ist da!“ „Haaallo!“ „Oh, guck mal, da ist mein Vater!“.
Es war wirklich eine sehr schöne Woche!
Frank Berend
 
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