Goethe-Handbuch

„Bei Stopp ist Schluss“: Regeln und Konsequenzen für die Klassen 5-10

Regeln

Infolge der pädagogischen Ganztagskonferenz im April 2008 sowie den darauf folgenden internen Fortbildungen haben wir uns auf folgenden Regeln der Zusammenarbeit (also v.a. Unterrichtsvoraussetzungen) geeinigt.

  1. Ich bin pünktlich zum Unterrichtsbeginn im Klassenraum. Wenn der Lehrer/die Lehrerin den Raum betritt, setze ich mich sofort auf meinen Platz.
    (meint: wenn der Raum offen ist, bei geschlossenen/Fachräumen stehen die S davor, gehen mit dem L sofort hinein, legen ihr Arbeitsmaterialien auf den Tisch)
  2. Ich habe nur die abgesprochenen Arbeitsmaterialien vollständig und unaufgefordert zu Stundenbeginn auf dem Tisch.
    (meint: wenn die S erst mit dem L in den Raum gehen, ist der erste Weg zu den Kisten, um die Bücher zu holen, dann sofort setzen, nicht noch 5 Minuten durch die Gegend stöbern).
  3. Ich trage die zu erledigenden Aufgaben ins gelbe Heft ein und habe sie vollständig dabei.
    (meint: Hausaufgaben, Unterschriften etc.)
  4. Ich halte mich unaufgefordert an die Regeln der vorgegebenen Arbeitsphase.
    • „grün“ mit Aufschrift „Plenum“ = geordnetes Klassengespräch: einer redet, die anderen hören zu (meint auch den L-Vortrag)
    • „gelb“ mit Aufschrift „Flüsterphase“ = z.B. Partner- oder Gruppenarbeit, ich rede nur im Flüsterton bzw. einer 30cm-Stimme (meint: kein lautes Gespräch, kein zwischen den Tischen rufen)
    • „rot“ mit Aufschrift „Stillarbeit“ = absolute Ruhe, keiner redet mehr, auch nicht im Flüsterton

    (es wird unterschiedliche Stunden mit unterschiedlichen Phasen geben, manche KollegInnen haben vielleicht immer grün und gelb, andere vor allem gelb und rot – zwischen den Phasen besteht keine Wertigkeit – „rot“ ist keine Strafphase, sondern eine wichtige Phase, die zum Alleinearbeiten gedacht ist. Hier besteht sicherlich großer Übungsbedarf, aber unsere SchülerInnen brauchen diese Arbeitsform genauso wie die anderen.

II Konsequenzen

  • Wir führen Feedbacklisten mit den Kategorien Pünktlichkeit, Arbeitsorganisation, Aufgaben und Ruhe.
  • Diese Liste klebt im Klassenbuch und ist für einen oben angegebenen Zeitraum gültig.
  • Verstößt ein S gegen die Regeln 1-3, erfolgt der sofortige Eintrag in die Feedbackliste.
  • Beim Verstoß gegen die Regel 4 (Ruheregel) schreibt der L den Namen des S an die Tafel. Erfolgt ein zweiter Verstoß in diesem Unterrichtsblock (Einzel- und Doppelstunde = 1 Block), wird ein Strich hinter diesen Namen gemacht. Dieser führt zu einem Eintrag in die Feedbackliste. Jeder weitere Strich bedeutet einen weiteren Eintrag. (statt Gelber Karten)
  • Dieser Eintrag erfolgt mit Kürzel und Datum.
  • Aus den Wahlpflichtkursen erfolgt die Benachrichtigung der KL umgehend per vorbereitetem Zettel. Der Kl trägt die Verstöße sofort ein.
  • Der KL führt alle Gespräche. (um den Überblick zu behalten)

III Anerkennungssystem

  • Wenn S für den angekündigten Zeitraum keinen Eintrag haben (in keiner Kategorie), erhalten sie und die Eltern einen Lobbrief.
    (in Anlehnung an unsere sonstigen Benachrichtigungen gibt es einen Vordruck; wer will, kann aber auch ganz individuelle schreiben, dies ist aber verpflichtend)
  • Weitere Anerkennungen (z.B. Hausaufgaben-, Material-, Ausschlafgutschein, Eis essen gehen) kann jedeR L selbst entwickeln/festlegen, am besten in Absprache mit der Klasse.
    (hier hat ja jedeR eigene Ideen, Präferenzen und pädagogische Schwerpunkte)
  • Klassenanerkennungen z.B. für das erfolgreiche Einhalten einer Regel (je nach Notwendigkeit in der Klasse) besprechen wir mit den Klassen im KR.

Folgende Absprachen zu Anerkennungssystemen fanden statt:

  • Jg. 5/6
    unterschiedliche Anerkennungssysteme in den Klassen, unproblematisch für die S; STU macht eine Sammlung der verschiedenen Varianten -> „Anerkennungspool“
  • Jg. 7
    die KL besprechen sich untereinander und halten sich auf dem Laufenden, was in den anderen Klassen läuft; unterschiedliche Anerkennungssystem, unproblematisch für die S
  • Jg. 8
  • Jg. 9
    Versuch der Vereinheitlichung des Anerkennungssystems: keine individuellen Gutscheine; wenn kein S in einem Zeitraum mehr als 3 Striche in einer Kategorie hat, erhält die Klasse eine Filmstunde (Doppelstunde). Die Klasse schlägt vor, L hat Vetorecht.
  • Jg. 10