Freitag, den 09. Oktober 2026:
Mit Erschrecken und Irritation nehmen wir die Geschehnisse rund um den Erkundungsbesuch einer Demonstration im Rahmen des PGW-Unterrichts zur Kenntnis.
Die Lehrerkonferenz des Goethe-Gymnasiums hat in den vergangenen Jahren zunehmend festgestellt, dass die Förderung demokratischer Teilhabe und der Selbstwirksamkeit unserer Schüler eine wachsende pädagogische Herausforderung darstellt. Vor diesem Hintergrund hat die Lehrerkonferenz folgerichtig beschlossen, das einstündige Modul „Demokratie lernen“ (Arbeitstitel) zunächst pilotweise in den Jahrgängen 9 und 10 einzuführen.
Das neue Modul, so steht es im aktuellen, noch nicht beschlossenen Konzeptpapier, orientiert sich in seinem grundlegenden Bildungsauftrag insbesondere am Hamburgischen Schulgesetz: In § 2 HmbSG heißt es, die Schule habe die Aufgabe, „die Schülerinnen und Schüler zu befähigen und ihre Bereitschaft zu stärken, (…) Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, an der Gestaltung einer der Humanität verpflichteten demokratischen Gesellschaft mitzuwirken (…) sowie Mitverantwortung für die Erhaltung und den Schutz der natürlichen Umwelt zu übernehmen“.
In einer ersten Phase dieses neuen Moduls sollen die Schüler:innen u.a. ein vertieftes Verständnis demokratischer Prozesse entwickeln sowie konkrete Möglichkeiten demokratischer Mitwirkung kennenlernen. Im zweiten Halbjahr ist vorgesehen, „ihnen im Rahmen projektorientierten Arbeitens die Möglichkeit zu eröffnen, sich altersangemessen mit konkreten lebensnahen Projekten in Hamburg auseinanderzusetzen und gegebenenfalls selbst an deren Umsetzung mitzuwirken oder auf bestehende Vorhaben Einfluss zu nehmen.“
Vor diesem Hintergrund war geplant, mit den Schüler:innen am kommenden Wochenende eine Demonstration zu beobachten, um diese Form demokratischer Teilhabe im anschließenden Unterricht zu analysieren und kritisch zu reflektieren.
Die Erkundung wurde auf Veranlassung der Schulbehörde kurzfristig mit der Begründung abgesagt, dass zu wenig Zeit eingeplant war, um auf evtl. Rückfragen der Elternschaft reagieren zu können.
Wie bereits im Informationsschreiben an die Eltern erläutert, sollten die Schüler:innen die Demonstration vor Ort erkunden und ihre Eindrücke dokumentieren. Dabei war ausdrücklich festgehalten worden, dass von keinem Schüler und keiner Schülerin erwartet wird, sich die politischen Ziele der Veranstalter zu eigen zu machen oder als aktive Teilnehmer an der Demonstration mitzuwirken. Es hätte sich ausschließlich um eine pädagogisch angeleitete Beobachtung und anschließende Auseinandersetzung mit dieser Form demokratischer Teilhabe gehandelt.
Zudem handelt es sich bei dieser Demonstration um eine zivilgesellschaftlich organisierte Demonstration und keine parteipolitisch gebundene Veranstaltung. Gerade deshalb eignet sich diese Demonstration besonders für die oben beschriebenen Zwecke auch im Hinblick auf die Einhaltung der Grundsätze des Beutelsbacher Konsens.
Besonders besorgniserregend ist in diesem Zusammenhang, dass heute anonyme E-Mails und Anrufe mit Schmähungen und Drohungen an die Schule eingegangen sind, nachdem in den letzten Tagen der Elternbrief zur geplanten Erkundung von unbekannter Seite an die Behörde für Schule und Berufsbildung und die AfD-Fraktion in der Bürgerschaft weitergeleitet wurde. Solche Drohungen sind inakzeptabel und sorgen für große Betroffenheit bei den Kolleg:innen. Sie richten sich gegen eine Schule als Institution öffentlichen Rechts und vor allem ihre Lehrkräfte, die dem gesetzlichen Bildungsauftrag nachkommen und Schüler:innen dazu befähigen möchten, Möglichkeiten gesellschaftlicher Mitgestaltung wahrzunehmen.
Wir haben Anzeige erstattet.
Abschließend ist es uns wichtig, darauf hinzuweisen, dass es sich bei der Darstellung der Zeitschrift „Junge Freiheit“ um eine falsche Darstellung des Sachverhaltes handelt. Es handelt sich nicht um einen Aufruf zur Teilnahme an der Demonstration, sondern um einen Erkundungsauftrag dieser demokratischen Handlungsform.
Mit freundlichen Grüßen
Schulleitung des Goethe-Gymnasiums
in Zusammenarbeit mit der PGW-Fachschaft
Freitag, den 09. Oktober 2026:
Mit Erschrecken und Irritation nehmen wir die Geschehnisse rund um den Erkundungsbesuch einer Demonstration im Rahmen des PGW-Unterrichts zur Kenntnis.
Die Lehrerkonferenz des Goethe-Gymnasiums hat in den vergangenen Jahren zunehmend festgestellt, dass die Förderung demokratischer Teilhabe und der Selbstwirksamkeit unserer Schüler eine wachsende pädagogische Herausforderung darstellt. Vor diesem Hintergrund hat die Lehrerkonferenz folgerichtig beschlossen, das einstündige Modul „Demokratie lernen“ (Arbeitstitel) zunächst pilotweise in den Jahrgängen 9 und 10 einzuführen.
Das neue Modul, so steht es im aktuellen, noch nicht beschlossenen Konzeptpapier, orientiert sich in seinem grundlegenden Bildungsauftrag insbesondere am Hamburgischen Schulgesetz: In § 2 HmbSG heißt es, die Schule habe die Aufgabe, „die Schülerinnen und Schüler zu befähigen und ihre Bereitschaft zu stärken, (…) Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, an der Gestaltung einer der Humanität verpflichteten demokratischen Gesellschaft mitzuwirken (…) sowie Mitverantwortung für die Erhaltung und den Schutz der natürlichen Umwelt zu übernehmen“.
In einer ersten Phase dieses neuen Moduls sollen die Schüler:innen u.a. ein vertieftes Verständnis demokratischer Prozesse entwickeln sowie konkrete Möglichkeiten demokratischer Mitwirkung kennenlernen. Im zweiten Halbjahr ist vorgesehen, „ihnen im Rahmen projektorientierten Arbeitens die Möglichkeit zu eröffnen, sich altersangemessen mit konkreten lebensnahen Projekten in Hamburg auseinanderzusetzen und gegebenenfalls selbst an deren Umsetzung mitzuwirken oder auf bestehende Vorhaben Einfluss zu nehmen.“
Vor diesem Hintergrund war geplant, mit den Schüler:innen am kommenden Wochenende eine Demonstration zu beobachten, um diese Form demokratischer Teilhabe im anschließenden Unterricht zu analysieren und kritisch zu reflektieren.
Die Erkundung wurde auf Veranlassung der Schulbehörde kurzfristig mit der Begründung abgesagt, dass zu wenig Zeit eingeplant war, um auf evtl. Rückfragen der Elternschaft reagieren zu können.
Wie bereits im Informationsschreiben an die Eltern erläutert, sollten die Schüler:innen die Demonstration vor Ort erkunden und ihre Eindrücke dokumentieren. Dabei war ausdrücklich festgehalten worden, dass von keinem Schüler und keiner Schülerin erwartet wird, sich die politischen Ziele der Veranstalter zu eigen zu machen oder als aktive Teilnehmer an der Demonstration mitzuwirken. Es hätte sich ausschließlich um eine pädagogisch angeleitete Beobachtung und anschließende Auseinandersetzung mit dieser Form demokratischer Teilhabe gehandelt.
Zudem handelt es sich bei dieser Demonstration um eine zivilgesellschaftlich organisierte Demonstration und keine parteipolitisch gebundene Veranstaltung. Gerade deshalb eignet sich diese Demonstration besonders für die oben beschriebenen Zwecke auch im Hinblick auf die Einhaltung der Grundsätze des Beutelsbacher Konsens.
Besonders besorgniserregend ist in diesem Zusammenhang, dass heute anonyme E-Mails und Anrufe mit Schmähungen und Drohungen an die Schule eingegangen sind, nachdem in den letzten Tagen der Elternbrief zur geplanten Erkundung von unbekannter Seite an die Behörde für Schule und Berufsbildung und die AfD-Fraktion in der Bürgerschaft weitergeleitet wurde. Solche Drohungen sind inakzeptabel und sorgen für große Betroffenheit bei den Kolleg:innen. Sie richten sich gegen eine Schule als Institution öffentlichen Rechts und vor allem ihre Lehrkräfte, die dem gesetzlichen Bildungsauftrag nachkommen und Schüler:innen dazu befähigen möchten, Möglichkeiten gesellschaftlicher Mitgestaltung wahrzunehmen.
Wir haben Anzeige erstattet.
Abschließend ist es uns wichtig, darauf hinzuweisen, dass es sich bei der Darstellung der Zeitschrift „Junge Freiheit“ um eine falsche Darstellung des Sachverhaltes handelt. Es handelt sich nicht um einen Aufruf zur Teilnahme an der Demonstration, sondern um einen Erkundungsauftrag dieser demokratischen Handlungsform.
Mit freundlichen Grüßen
Schulleitung des Goethe-Gymnasiums
in Zusammenarbeit mit der PGW-Fachschaft